LRS

Testung für LRS/Legasthenie

 

  1. Der Förderlehrer führt einen informellen Rechtschreibtest automatisch in den 3. und 5. Klassen zu Beginn des Schuljahres durch.
    Bei Neuzugängen in anderen Klassen oder während des Schuljahres meldet die Klassenleitung in Frage kommende Schüler beim Förderlehrer.
    Der Förderlehrer sammelt von auffälligen Schülern 2-3 Zeugnisse (in Kopie), 2-3 Diktate (in Kopie) und das Ergebnis des informellen Tests.
  2. Der Förderlehrer/Klassenleiter vereinbart ein Elterngespräch mit dem Inhalt: Bitte bei Beratungslehrer melden, da eine Testung auf LRS angeraten wird.
    Klassenlehrer der 7. und 9. Klasse müssen Eltern, bei deren Kind nach 2 Jahren die LRS-Bescheinigung abläuft, beraten, dass sie sich beim Beratungslehrer melden müssen.
  3. Beratungslehrer und Eltern führen ein Beratungsgespräch.
  4. Der Beratungslehrer gibt ein Anschreiben an die betroffenen Eltern mit einem Antrag auf eine LRS-Testung aus.
  5. Der Beratungslehrer testet.
  6. Der Beratungslehrer lädt zum Gespräch mit Eltern:
    a) Wenn die Testung auf LRS positiv war, muss der Antrag auf Nachteilsausgleich gestellt werden. Der Beratungslehrer gibt den Fall mit Unterlagen an den   Schulpsychologen weiter.
    b) War die Testung auf Legasthenie positiv, muss vom Beratungslehrer ein gesondertes Verfahren eingeleitet werden.
    c) Wird LRS nicht festgestellt, wird der Fall nicht an den Schulpsychologen weitergegeben.
  7. Die Eltern haken bei Bedarf und nach einiger Zeit beim Schulpsychologen nach!
  8. Die LRS/Legasthenie-Bescheinigung des Schulpsychologen wird von den Eltern bei der Klassenleitung abgegeben. Diese informiert alle in der Klasse tätigen Kollegen wegen des Nachteilsausgleichs.
  9. Das Sekretariat heftet die Bescheinigung im Schülerakt ab und vermerkt den LRS/Legasthenie-Fall in der Schülerdatei.

 

Wichtig:

  • Allein das Gutachten des Schulpsychologen ist relevant für einen Nachteilsausgleich.
    Atteste verschiedenster Ärzte haben keine schulische Gültigkeit!
  • Solange ein Verfahren dauert, kann der Klassenleiter in pädagogischer Verantwortung in der Benotung einen Nachteilsausgleich gewähren (Zeugnisbemerkung!).
  • Eine LRS-Bescheinigung hat 2 Jahre Gültigkeit.
    Eine Legasthenie-Bescheinigung ist zeitlich unbegrenzt.
  • Für Dyskalkulie kann kein Nachteilsausgleich gewährt werden.
  • Eine Förderung beginnt sofort. Die Bescheinigung wird nicht abgewartet.

 

Stand: 12.09.2014